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AutorThema: Fragen eines Neulings: Bremsen und Werkstatt
AvaTar

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dabei seit: 10/2012

05.07.2010 - 23:26

Hallo Hecktriebler,

ich werde euch in Zukunft öfter nerven. Ich hab da ein schönes Stück gefunden, daß sogar schon hier bekannt war. Er bleibt euch erhalten.

Meine Fragen: gibt es in D noch eine richtig kompetente Mossi-Werkstatt, wenn man mal ein echtes Problem zu lösen hat? Oder vielleicht um eine "klassische" Konservierung vornehmen zu lassen?
Und: Von Zeit zu Zeit - eigenartigerweise nicht immer - kommt es vor, daß mein Iwan beim starken Bremsen nach links zieht. Wie gesagt: meistens ist beim Bremsen alles normal, da taucht er vorne ein und bleibt schön in der Spur. Manchmal aber beginnt er nach links zu ziehen. Zum Beispiel wenn ich ihn langsam durchtrete, und zwar erst ab einer bestimmten Bremskraft. Deswegen hab ich diese Zweikreiskonstruktion in Verdacht. Kennt das einer? Kennt einer Abhilfe?
Und noch dies: wie entlüftet man diese Zweikreiskonstruktion fachgerecht? Hab zwar das Handbuch und das "WHIMS" noch nicht ganz durch, aber auf den ersten Blick nur den Verweis auf eine "Fachwerkstatt" gefunden.

Ciao + Danke vorab
Lutz

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Chris601

Beiträge: 733
dabei seit: 12/2008

06.07.2010 - 01:16

Wo kommst du denn her?

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Wurstblinker

Beiträge: 523
dabei seit: 09/2012

06.07.2010 - 07:52

Zur Bremse:
Wenn die Bremsanlage lange nicht auseinander war, kann man fast davon ausgehen, das die Signalanlage festgegammelt ist. Das klingt schlimm, ist aber für Bremsflü.wechsel und entlüften positiv, weil es dadurch genauso einfach geht, wie bei "normalen" Anlagen. Ich hätte deshalb nicht den Ehrgeiz, das Teil in Ordnung zu bringen.
Vielleicht gehen bei Dir einfach nur die Kolben in den Sätteln schwer. Also mal Bremssteine wechselseitig raus und von einer zweiten Person langsam durchtreten lassen. Dann mit Montiereisen wieder zurückdrücken. Das sollte gleichmäßig und relativ leicht gehen. Die sichbare Oberfläche der Kolben sollte in Ordnung sein.

Zu Werkstätten:
Ich bin da sehr skeptisch, ich versuche alles selbst zu machen. Mag sein, dass es noch "Experten" gibt, aber ob die dann immer Zeit und Lust haben sich mit der "Karre" in der Gründlichkeit auseinanderzusetzen, wie Du es Dir wünschen würdest??? Gerade in der heutigen schnelllebigen Teiletauscherzeit? Die Zeiten, in denen öfter Mossis auf der Bühne waren, sind 20 Jahre vorbei, da wird manches Wissen einfach überschrieben oder vergessen. Manche sind auch nur "behauptete" Experten (mal gewesen) und machen/erzählen einfach Gülle.

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Aristokrat(Gast)

Beiträge: 0
dabei seit: nur Gast hier

06.07.2010 - 19:13

Hallo AvaTar,

da ich nicht weiß wo Du herkommst, ist es vielleicht der falsche Tip, aber in Zwickau gibt es noch einen echten Mossi-Meister! Das Autohaus Kutzner ist in der Hand eines Kfz-Meisters, welcher bis zur Wende eine Mossi-Vertragswerkstatt hatte. Unser 2140 wird regelmäßig da gewartet und bisher waren wir unheimlich zufrieden!
Kann die Werkstatt nur wärmstens empfehlen!

Hartmut Kutzner
Bahnstraße 6
08056 Zwickau
0375 - 212967


Gruß Aristokrat

PS: @Wurstblinker - wieso bist Du immer so pessimistisch? Es gibt auch heute noch ehrliche und kompetente Werkstätten! ;o)

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AvaTar

Beiträge: 540
dabei seit: 10/2012

06.07.2010 - 19:20

@Chris: ich treib mich im Aschaffenburger Raum rum, und mein Foto im Register ist letztens auf einer Tour an die Mosel entstanden. Aber da ich neben Main und Mosel auch die brandenburgisch/mecklenburgische Seenplatte liebe, werde ich mich vermutlich im Urlaub irgendwo dort hin begeben.

@wurstblinker: Kolben zurückdrücken ohne die Schrauben zu öffnen, da würde mich mein Mech-Kollege aus'm anderen Forum aber hauen. Aber igendwas muss ich mal machen. Trete ich die Bremse langsam durch, bleibt er erst 'ne ganze Zeit grade und je mehr ich drücke, so beginnt er manchmal nach links zu ziehen. So knapp bevor die Räder zu pfeifen beginnen.
Werkstatt: deswegen fragte ich ja nach einer echten Mossi-Werkstatt, jemand der das noch aus Spaß an der Freude macht. Und den man Nachts aus'm Schlaf reißen kann und der dann sofort sagen kann, wie lang der Schlauch sein muss, mit dem man im linken Schweller das Elaskon reingedrückt hat...

Ciao
Lutz

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Wurstblinker

Beiträge: 523
dabei seit: 09/2012

07.07.2010 - 08:05

@AvaTar:
Welche Schrauben sollten beim Kolbenzurückdrücken rausgedreht werden und warum?

@Aristokrat:
Ja ´tschuldigung, wenn´s immer sehr pessimistisch klingt, aber ich habe eben auch Erfahrungen machen müssen.
Irgendwie kann ich die Werkstätten ja auch verstehen:
Die MÜSSEN Geld verdienen. Da kann man sich an der alten "Karre" ja nicht so lange aufhalten oder es reicht wenn der Lehrling was zusammenschießt.
Wenn ich bedenke, wie lange ich gestern wieder ... und alles schön mit Kupferpaste, damit´s später auch wieder aufgeht... So viel Zeit nimmt sich keine Werkstatt, bzw. kann/will das dann keiner bezahlen.
Der größte Vorteil des Selberschraubens besteht auch darin, im Pannenfalle eine gewisse Souveränität und Handlungsfähigkeit zu besitzen.

❝...❞ 👍

Fabiano

Beiträge: 45
dabei seit: 07/2013

07.07.2010 - 17:22

Hallo Zusammen,
für mich klingt es einfach so, als wäre Luft oder auch Wasser in der Leitung.

@ Avar: wann war denn der letzte Bremsflüssigkeitswechsel?

Die Bremse selbst zu entlüften ist kein Hexenwerk wenn man einmal dass System verstanden hat. Da gibt es eine schöne Beschreibung in der Reparaturanleitung die hier ja glücklicherweise als pdf verfügbar ist.

@Chris601: mal ein herzliches Dankeschön dafür, die hat mir schon so manchesmal weitergeholfen.

Viele Grüße, Fabiano

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AvaTar

Beiträge: 540
dabei seit: 10/2012

09.07.2010 - 20:39

Die Entlüftungsschrauben soll man öffnen. Wenn man die Bremssättel einfach so zurückdrückt, bleibt der ganze Dreck im System und wird - mehr noch - abgelöst und aufgewirbelt. Wenn man die Kolben zurückdrückt bei offenen Entlüftungsschrauben, dann kann dagegen der Schmodder raus!

@Fabiano: wo ist diese Beschreibung? Habe das WHIMS-Buch und das Handbuch, aber in beiden (beim groben Durchblättern) nur den Verweis auf die Fachwerkstätten gefunden...

Ciao
Lutz

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Fabiano

Beiträge: 45
dabei seit: 07/2013

09.07.2010 - 21:02

Hallo Lutz, auf der Seite 231 - 232 ist es ganz genau beschrieben.

Ist eigentlich ganz einfach, ich hab dass an meinen Mossi auch schon gemacht.
Wenn du Hilfe brauchst, ich bin nur 150km von dir weg, meld dich einfach per mail.
Jetzt gehe ich aber erstmal in den Urlaub 🙂😉

Fabiano

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AvaTar

Beiträge: 540
dabei seit: 10/2012

05.05.2011 - 13:50

:-D
Mein Gespann ist frisch geTÜVt! Heut morgen bei den Blaukitteln gewesen: Alles Super! Beim Iwan einziger Mangel: Fehlende Batteriepolabdeckung; und der Blech-QEK gleich ganz mängelfrei! *freu!*
Ein bissel Probleme gabs zwar mit der AU: zuerst über 10 % CO *oooops!!*, aber zum Glück hatte ich das WHIMS-Buch dabei, um die Leerlaufregulierschraube zu finden, und es funkionierte mit 'n bissel Nachdrehen...!
Das ominöse Bremsproblem trat glücklicherweise nicht auf! Super einheitliche Bremskräfte links und rechts!

Trotzdem macht mir das etwas Sorgen, denn wenn der Iwam eine Weile stand, kann ich schon reproduzieren, dass er dann sauber li+re gleich zieht, fahr ich aber täglich mit ihm, gibst spätestens am dritten Tag das beschriebene einseitige Ziehen beim Bremsen nach links. Fabiano, möglicherweise komm ich da doch noch mal auf Dich zurück. Oder ich fahr doch mal bis in die alte Heimat zum Kutzner in Z.

Bis dahin aber erst mal: freudige Grüße!
Ciao
Lutz

PS: Bremsentlüftung hab ich in einer befreundeten Werkstatt inzwischen hingekriegt, allerdings stellte sich auch raus, dass der Signalgeber oder dieses ganze Ding mit dem Signalbolzen totgelegt war - zumindest fehlte die Kugel, die beim Verschieben des Bolzens das Signal auslösen sollte.....

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Fabiano

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dabei seit: 07/2013

05.05.2011 - 20:46

Hallo Lutz,
klar kein Ding, meld dich einfach.

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AvaTar

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dabei seit: 10/2012

30.03.2013 - 18:02

so nun, Butter bei die Fische!!
Das schiefe Ziehen beim Bremsen hab ich immer noch am Iwan. Entlüftet wurde zwischendrin mal - aber seit gestern bin ich mir ziemlich sicher, dass nicht wirklich richtig!
Denn ebäh sei Dank und etwas Zeit zum Lesen: KFT 2 und 3 von 1977 gaben Aufschluss! (Umsetzung der neuen Erkenntnisse steht aber noch aus.)
WEILLLLL:
Der 2140 hat ganze 8 Entlüftungsschrauben - in Worten: ACHT Entlüftungsschrauben in der Bremsanlage! :-O :-O :-O Jaja!! Und keiner von euch hat's mir gepfiffen!!! Alle meinten nur: "Es steht geschrieben..." So konzentrierte ich mich auf die Besonderheiten der Kontroll- und Verteileinrichtung und überlas dabei die kleine Kleinigkeit der 3 Entlüftungsstellen je Bremssattel vorn! Das WHIMS konnte mir DIESE Erkenntnis leider nicht liefern, und - JA - die Rep-Anleitung verweist schon iwie darauf! Aber eher "nebensächlich", oder so. Im Text auf Seite 231/232 steht "DAS Ventil 1", aber "DIE Ventile 2", und die Abbildung 225 zeigts natürlich auch, aber wer erwartet schon solche gravierenden Abweichungen vom technischen Allgemeinwissen so unter Wert verkauft?? Ich jedenfalls nicht! Und die ausführende/helfende Werkstatt hatte damals natürlich auch keine Ahnung davon! Die zeigten sich schon verwundert davon, dass ich meinte, an den Vorderbremsen müssten mindestens zwei Kreise zu entlüften sein! DEFINITIV haben die keine drei Entlüfterschrauben aufgemacht!

Aber das Studium meiner vor kurzem neu erworbenen Altpapiersammlung von der Timurbrigade "ebäh" öffnete mir dafür endlich die Augen, und nu'hab ich Hoffnung, dass die schief ziehende Bremse demnächst endlich der Vergangenheit angehört!

Здравствуйте, bis denne!
Lutz

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AvaTar

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dabei seit: 10/2012

30.03.2013 - 18:26

*seufz!*, ja und dann gibts da noch den Satz "Vorderrad abmontieren und die DREI (sic!) Entlüftungsventile am Bügel der Vorderradbremse sorgfältig von Schmutz und Staub befreien" [Satzsstellung im Zitat korrigiert] - Lesen behindert die Dummheit! Aber ich bin eben doch ein Papiertiger. Das Lesen am Bildschirm, z.B. des Rep-Buches is' nich' so meins. Das Lesen in Papierform (selbst 36 Jahre alten Papiers) bildet immer weiter - in jeder Hinsicht!
*seufz!*

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AvaTar

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dabei seit: 10/2012

15.08.2013 - 23:41

böööse Überraschung vorgestern! 🙁 Zuletzt noch 'ne gelungene Ausfahrt zur Frankfurter Klassikstadt (außer einem schmucken Wolga M21 kein anderer Ost-Oldie beim dortigen Sonntagstreff), dann abgestellt, alles gut soweit. Vorgestern dann ein flüchtiger Blick in die Garage, eigentlich wegen Gartengerätschaft, da seh ich unterm linken Hinterrad eine Lache hervorkriechen! :-S Erste Vermutung: Benzin, zu viel getankt, übergelaufen. Aber die Flüssigkeit ist leicht ölig. Zweite Vermutung: Hinterachsdifferential. Aber die Flüssigkeit ist dafür nicht ölig genug. Erst nach 'ner ganzen Weile kam ich drauf, dass es Bremsflüssigkeit sei. 🙁
Den heutigen freien Tag (Dank an die bavarischen Katholiken) nutzte ich also für einen Reparaturversuch, denn in meinem Ersatzteilfundus fand ich doch tatsächlich zwei Bremzylinderdichtungen. Stolz kann ich berichten, dass ich geschafft hab, was ich zuvor noch nie probiert hab. Erneut stell ich mir die Frage, wie man früher solche Fahrzeuge ohne Dremel warten konnte: ohne die Mini-Drahtbürste zum gründlichen Säubern der Dichtflächen wär ich wohl gescheitert. Dennoch bleibt das mulmige Gefühl, dem ich wohl durch den Einkauf von neuen Bremzylindern begegnen muss: TROTZ Dremel-Orgie sahen die Innenflächen der Bremzylinder nicht wirklich toll aus! Vor allem die eine Seite, die eben so undicht gewesen war, dass die Bremsflüssigkeit von selbst rauslief, war sehr deutlich eingelaufen und riefig. Bin also iwie schon gespannt, wie lang das jetzt dicht bleibt, was ich da fabriziert hab.
Aber abgesehen von den vorgefundenen Riefen hab ich noch 'n zweiten Verdächtigen für die Havarie: aus Unkenntnis hat meine Werkstatt damals DOT4-Flüssigkeit eingefüllt. So gibts zwar auch Argumente, dass der Mossi DOT4 vertragen würde. Dennoch ist es bekanntermaßen bissel aggressiver als DOT3, vielleicht eben genau das bissel, was jetzt für die Dichtungen zu viel war?
Ungefragt und unaufgefordert werde ich euch beizeiten mit weiteren Details nerven...
Ciao
Lutz

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Frank 1500

Beiträge: 16
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16.08.2013 - 21:34

Hallo Lutz Zum Entlüften sollte mann den Kolben der Singnaleinrichtung in Neutralstellung fixieren habe in einen Bremsleitungsanschluss ein M6 Gewinde gescnitten mit einer Madenschraube versehen mit der drückst Du auf die kugel anstelle des Schalters und der kolben ist festgestellt ansonsten etlüften wie im Handbuch. Frank

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AvaTar

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17.08.2013 - 00:04

...einerseits weiß ich das inzwischen, andererseits scheint's so, als ist der Signalgeber längst festgerottet, da außerdem dort wo Kugel sein sollte, Kugel nicht zu finden war.
Trotzdem Danke.

❝...❞ 👍

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